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Berichte

Haltungsberichte von Aquarien und Terrarientieren

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige von uns gepflegte Tiere vorstellen. Wir werden in regelmäßigen Abständen die Liste durch weitere Tiere ergänzen.
Wir hoffen, dem einen oder anderen dadurch einige Anregungen zur Pflege der einzelnen Tiere zu geben.
Bei eventuellen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Verfasser des Artikels.

 

Pantherophis guttatus

Kornnatter

Areaton asperimus

Aretaon

Pantherophis guttatus ( früher als elaphe guttata bekannt ) wird auch Kornnatter genannt und kommt im südosten Nordamerikas vor.

Wie der Name schon erahnen läßt, lebt dieses Art dort überwiegend in den großen Getreide- und Kornspeichern der Bauern und macht Jagd auf Mäuse und Beutelratten. Aus diesem Grund ist die Kornnatter ein gern gesehener Gast bei den Bauern.

Die Kornnatter erreicht ein Größe von bis zu 1,6m und kann bis zu 20 Jahre alt werden.

Durch die regelmäßige Vermehrung, die problemlos auch Anfängern gelingt, ist es nicht mehr nötig Tiere aus der Natur zu entnehmen. Die heute in Terrarienhaltung anzutreffenden Tiere werden bereits seit ca. 25 Jahren nachgezüchtet.

Das Terrarium für ein Pärchen der Kornnatter sollte ca. 1x0,75x0,75 der Länge der Schlange entsprechen. Diese bedeutet, dass für ein Pärchen von ca. 1m Länge das Terrarium ca. 1mx0,75mx0,75m aufweisen sollte. Eine der Größe der Schlangen entsprechende Wasserschüssel ( Schlangen müssen darin problemlos Baden können), einige Versteckmöglichkeiten z.B. Zierkorkröhren und einige Kletteräste vervollständigen die Terrarieneinrichtung. Es können einige künstliche oder auch lebende Pflanzen eingebracht werden.

Die Temperatur sollte tagsüber bei 26 - 28 °C liegen bei einer nächtlichen Abkühlung um 7 °C. Der Mittelwert der Luftfeuchte sollte bei ca. 60 - 70 % sich einpendeln.

Ernährt werden die Kornnatter mit Mäusen und Ratten in entsprechender Größe. Es können auch eingefrorene und wieder aufgetaute Beutetiere angeboten werden.

Diese Art ist auch für Anfänger in der Schlangenhaltung geeignet.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Pflege dieser interessanten Tiere.

Kontakt: info@reptilien-erleben.de
             www.reptilien-erleben.de

Die kleine Dornschrecke oder dornige Gespenstschrecke bewohnt die Feuchtgebiete Borneos.

Diese mit vielen Dornen besetzte Art lebt in Bodennähe auf Sträuchern und Bäumen.
Aretaon asperimus ist dämmerungsaktiv und ernährt sich von Brombeeren, Himbeeren, Eiche, Haselnuss, Feuerdorn, Rosen und Buche.

Im Terrarium lässt sich diese Art gut halten, allerdings muss täglich gesprüht werden um die notwendige Luftfeuchtigkeit zu erhalten.
Eine künstliche Beleuchtung ist nicht erforderlich, wenn das Terrarium ein wenig Tageslicht erhält.

Da die Weibchen ihre Eier in den Bodengrund ablegen, muss er mindestens aus 5 cm hoher lockerer Blumenerde oder Torf bestehen.

Die Eier können zur Inkubation im Terrarium verbleiben. Nach ca 4 Monaten schlüpfen die Larven.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Pflege dieser interessanten Tiere
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Kontakt: info@reptilien-erleben.de
             www.reptilien-erleben.de

Haltung und Zucht von Eierlegenden Zahnkarpfen

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Eierlegende Zahnkarpfen – oder auch Killifische genannt – gehören seit vielen Jahrzehnten zu den „Klassikern“ der Aquaristik. Sie sind klein, bunt, friedlich und einfach zu halten. Deshalb sind viele, jedoch nicht alle Arten, auch dem Anfänger durchaus zu empfehlen. Mit ihren unterschiedlichen Fortpflanzungsstrategien bieten sie andererseits auch für erfahrene Aquarianer immer wieder Neues.



Eines vorweg: Killifische sind sehr friedlich, trotz ihres gefährlich klingenden Namens.
Dieser leitet sich aus dem holländischen Wort für kleine Gewässer ab, und sagt schon viel
über die Lebensgewohnheiten dieser Fische aus. Killifische sind mit Ausnahme von Australien weltweit verbreitet und leben meist in recht kleinen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Viele dieser Kleinstgewässer trocknen regelmäßig aus, so dass die Tiere besondere Überlebensstrategien entwickeln mussten.

Leider zählen nur sehr wenige Arten zum Sortiment des Zoohandels, meist kann man diese Tiere nur über Vereine und entsprechende Züchter bekommen. Die meisten Arten sind recht einfach zu halten, insbesondere benötigen sie aufgrund ihrer geringen Größe keine großen Becken, sondern können in den häufig verkauften 60-cm-Aquarien artgerecht gehalten werden. Da die Fische wie gesagt fast weltweit verbreitet sind, kann man keine allgemein gültigen Wasserwerte angeben, diese müssen auf die jeweilige Art abgestimmt sein. Grundsätzlich sind die Fische jedoch recht anpassungsfähig und zumindest was die Haltung anbetrifft, meist mit normalem Leitungswasser vollkommen zufrieden. Wichtig ist die Temperatur: Diese sollte nicht zu hoch sein, für die meisten Arten reichen 21 bis 22 Grad vollkommen. Höhere Temperaturen verkürzen die leider ohnehin nicht sehr lange Lebensdauer zusätzlich.

Bei der Fortpflanzung unterscheidet man grundsätzlich zwei Strategien: Die „normale“ Fortpflanzung wird von solchen Arten praktiziert, die in ständig wasserführenden Biotopen leben. Diese Vertreter heften ihren Laich an Wasserpflanzen und nach rund zehn bis 14 Tagen schlüpfen die Jungfische, die sich meist sofort mit Artemia ernähren lassen. Solche Arten jedoch, die in regelmäßig austrocknenden Gewässern leben, haben eine geradezu sensationelle Fortpflanzungsstrategie „erfunden“: Sie legen ihre Eier in den Schlamm ab und dieser Laich macht eine sogenannte Diapause durch, das heißt, er entwickelt sich erst einmal nicht weiter. Diese Phase kann zum Teil mehr als ein Jahr dauern. Erst wenn das Gewässer ausgetrocknet ist – die Alttiere sterben dabei natürlich – und sich anschließend wieder durch Regen füllt, erwachen die Eier zu neuem Leben und geben die Jungfische frei. Solche Arten sind sehr schnellwüchsig und meist bereits nach wenigen Wochen selbst fortpflanzungsfähig, denn wer weiß, wann in der Natur das Gewässer wieder trocken fällt ...

Solche Arten züchtet man mit den vielzitierten Torfansätzen, das bedeutet, in kleinste Aquarien von nur drei Litern Inhalt, bringt man eine Schicht Fasertorf ein. Die Tiere laichen darin ab, man schüttet das Wasser weg und lagert den getrockneten Torf für mehrere Monate in Plastiktüten, um ihn „bei Bedarf“ aufzugießen und die Jungfische zu befreien. Übrigens können mache Arten ihre Strategie auch umstellen, je nach vorherrschenden Umweltbedingungen.

Für den Anfänger besonders empfehlenswerte, weil sehr einfach zu haltende und regelmäßig im Zoohandel geführte Arten, sind Gardners Prachtkärpfling („Fundulopanchax gardneri“), Kap-Lopez-Prachtkärpfling („Aphyosemion australe“) und der Streifenhechtling („Epiplaty dageti“).

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Pflege dieser interessanten Tiere.
Kontakt: E-Mail: Gunnar.Loibl@aquarienverein-terrarienverein-weiden.de
 

 

Haltung und Zucht von Regenbogenfischen

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Regenbogenfische sind leider sehr selten in der Aquaristik zu finden. Sie stammen aus Australien und Neuguinea und lange Zeit war es nahezu unmöglich, Fische aus diesen Ländern zu importieren. So sind Regenbogenfische bis heute eher „Außenseiter“ geblieben und werden meist nur von einigen Spezialisten gezüchtet. Dies ist um so bedauerlicher, als sich bei den Vertretern der Familie Melanotaenidae um sehr robuste, einfach zu haltende und dabei sensationell farbenfrohe Fische handelt.

Nur wenige Aquarianer dürften je Regenbogenfische gepflegt haben, und wenn, dann nur die zwei bis drei Arten, die mehr oder weniger regelmäßig im Zoohandel auftauchen. Leider gibt es auch noch immer viele Vorurteile gegenüber diesen Fischen. Diese stammen aus einer Zeit, als nur wenige Arten bekannt waren, und die waren eben recht großwüchsig. Heute kennen wir jedoch rund 100 Arten und Formen, darunter auch viele kleinbleibende Arten, die selbst in einem 80-cm-Becken artgerecht gehalten werden können.

Regenbogenfische kommen wie erwähnt aus Australien und Neuguinea und stammen von den Ährenfischen ab. Gemeinsam mit diesen haben sie eine geradezu unglaubliche Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Wasserwerte, so finden wir viele Arten sowohl im Süßwasser als auch im Brack- und sogar in reinem Meerwasser. Sie sind deshalb – von einigen sehr schwierig zu pflegenden Ausnahmen abgesehen, die jedoch ohnehin nicht im Handel auftauchen – die idealen Fische für solche Aquarianer, die ohne viel Aufwand ihre Tiere in reinem Leitungswasser pflegen möchten und von Wasserchemie nicht viel wissen möchten.

Drei Punkte sollte man jedoch unbedingt berücksichtigen: Alle Regenbogenfische sind Schwarmfische, deshalb immer mindestens sechs bis acht artgleiche Tiere pflegen. Wie gesagt, es gibt auch sehr klein bleibende und farbenfrohe Vertreter wie den Diamant-Regenbogenfisch (Melanotaenia praecox), der gerade einmal sechs bis sieben Zentimeter erreicht. Deshalb sollte diese Forderung kein Problem sein. Zweitens sollten Regenbogenfische nicht zu warm gehalten werden, für die meisten Arten stellen 22 bis 24 Grad schon eher die obere Grenze dar. Die mitunter beschriebene Krankheitsanfälligkeit von Regenbogenfischen in Form offener Geschwüre ist in den meisten Fällen die Folge zu hoher Haltungstemperaturen ! Und drittens: Alle Regenbogenarten können sich untereinander kreuzen. Dies gefährdet die genetische Reinheit der Arten, und ist deshalb unbedingt zu vermeiden ! Wie wichtig dies ist, dafür ein Beispiel: Der Lake-Eachem-Regenbogenfisch (Melanotaenia eachamensis) ist in der Natur vermutlich ausgestorben und lebt nur noch in Aquarien weiter. Auch viele andere Regenbogenarten, gerade solche aus Neuguinea sind extrem gefährdet. Um so wichtiger ist es, die Arten in der Aquaristik rein zu halten.

Haltung und auch Zucht der meisten Regenbogen ist recht einfach, wenn man von den geradezu unglaublich kleinen Jungfischen absieht. Diese müssen in den ersten Tagen mit kleinstem Futter (Staubfutter, Infusorien, etc.) ernährt werden. Nach etwa zehn Tagen können die meisten Arten mit Artemia gefüttert werden, und die Jungfische wachsen dann recht schnell. Leider dauert es jedoch einige Monate, bis sie sich richtig ausfärben. Deshalb sind sie im Zoohandel auch selten zu finden, denn die Jungfische müssen von den Züchtern entsprechend lange bis zur Verkaufsfähigkeit gefüttert werden, was sich auch im Preis niederschlägt. Dafür sind Regenbogenfische aber sehr langlebig und können, gute Pflege vorausgesetzt, die 10-Jahre-Grenze locker überspringen.

Einige besonders empfehlenswerte Arten für den Einsteiger sind der Harlekin-Regenbogen (Melanotania boesemani), der Diamant-Regenbogen (Melanotaenia praecox) und der Zwergregenbogen (Melanotaenia macculochi). Diese Arten sind auch die am leichtesten im Handel erhältlichen. Ein wirklich herrlicher Fisch ist der berühmte Lachsrote Regenbogen (Glossolepis incisus). Auch er ist häufig im Zoohandel erhältlich. Doch Vorsicht: Dieser Fisch wird leicht 18 Zentimeter und größer, er ist in seiner Heimat ein Speisefisch !

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Pflege dieser interessanten Tiere.
Kontakt: E-Mail: Gunnar.Loibl@aquarienverein-terrarienverein-weiden.de
 

 

Haltung und Zucht von Zwergbuntbarschen

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Zwergbuntbarsche (auch Zwergcichliden genannt) stehen durchaus zurecht seit langer Zeit ganz oben auf den Verkaufslisten. Sie sind bunt, kleinbleibend und im Gegensatz zu vielen Vertretern ihrer größeren Verwandtschaft auch friedlich und vergreifen sich nicht an Pflanzen.



Im Allgemeinen versteht man unter „Zwergbuntbarschen“ solche Angehörigen der Familie Cichlidae, die im männlichen Geschlecht maximal 15 cm groß werden. Die meisten Vertreter der in der Aquaristik verbreiteten Arten überschreiten jedoch noch nicht einmal die 10-cm-Marke. Am verbreitetsten dürften wohl die aus Südamerika stammenden Arten der Gattung Apistogramma sowie die aus Westafrika stammenden Arten rund um die Gattung Pelviachromis sein. Bei diesen Arten handelt es sich um sogenannte Verstecktbrüter, was bedeutet, dass die Weibchen ihre Eier im Inneren einer Höhle ablegen. Im Aquarium benutzt man dazu meist ausgekochte Kokosnuss-Hälften oder einfach umgedrehte Blumentöpfe. Die Angehörigen der vorgenannten Gattungen sind sehr farbenfroh, und wie schon erwähnt, gegenüber anderen Arten sehr friedlich. In der Fortpflanzung unterscheiden sie sich jedoch in der Familienstruktur: Während Pelviachromis-Arten eine Elternfamilie gründen, das heißt, es finden sich feste Paare, die alle Aufgaben gemeinsam übernehmen, pflanzen sich Apistogramma-Arten in einem Harem fort. Ein dominantes Männchen besetzt ein Großrevier und verteidigt dieses, und innerhalb dieses Territoriums laicht es mit mehreren Weibchen ab, die ihrerseits kleinere Reviere gegen andere Weibchen verteidigen. Apistogramma sollten deshalb immer in ausreichend großen Aquarien gepflegt werden mit einem Männchen und mindestens drei Weibchen.

Daneben gibt es noch die sogenannten Offenbrüter. Gattungen, die zu diesem Typ gehören, legen ihren Laich nicht in Höhlen ab, sondern auf flachen Steinen oder Pflanzenblättern. Auch diese Arten pflegen den Laich und führen anschließend die Jungfische für einige Wochen im Aquarium. Diese Fortpflanzungsstrategie wird zum Beispiel von den Gattungen Laetacara und Dicrossus aus Südamerika bzw. von Hemichromis aus Westafrika gezeigt.

Da es sich bei der Bezeichnung „Zwergcichliden“ um eine reine größenbezogene Zusammenfassung handelt ohne Rücksicht auf nähere verwandtschaftliche Zugehörigkeiten, sind selbstverständlich die Ansprüche an Wasser, Futter und Aquarieneinrichtung sehr verschieden. Viele Zwergcichliden, wie beispielsweise die Gattungen Neolamprologus und Julidochromis, stammen aus Ostafrika und haben völlig andere Wasseransprüche als Apistogramma aus Südamerika. Hier muss sich der interessierte Aquarianer schon vor Anschaffung der jeweiligen Art genauer informieren. Alle Arten und Gattungen bieten jedoch tolle Verhaltensweisen und lehrreiche Beobachtungsmöglichkeiten. .

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Pflege dieser interessanten Tiere.
Kontakt: E-Mail: Gunnar.Loibl@aquarienverein-terrarienverein-weiden.de
 

 

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